Yuh Erfahrungen 2026: Gebühren, TWINT und Vergleich mit Neon
Lohnt sich Yuh als Konto für den Alltag? Für Zahlungen in Franken ja: Konto und Debitkarte kosten nichts, TWINT läuft über eine eigene App, und pro Woche ist ein Bargeldbezug in der Schweiz gratis. Der Haken liegt im Ausland. Jeder Währungswechsel kostet 0.95%, und das ist deutlich mehr als bei Neon Free oder Alpian.
In diesem Artikel schauen wir uns die Gebühren, die Kontoeröffnung, TWINT, Investieren und die Säule 3a an, dazu, wer hinter Yuh steht und wie sicher dein Geld ist.
Kurz gesagt:
- Gratis-Konto mit TWINT: Anders als Neon und Alpian hat Yuh eine eigene TWINT-App, die direkt vom Konto abbucht. Konto und Karte kosten CHF 0.
- Zahlen im Ausland: Hier ist Yuh mit 0.95% teurer als Neon Free (0.35%) oder Alpian (0.2% unter der Woche).
- Investieren in einer App: Aktien, ETFs und Krypto ab kleinen Beträgen. Für grössere Depots lohnt sich ein Kostenvergleich.
- Für Paare und Jugendliche: Das Gemeinschaftskonto Yuh&Me und das Jugendkonto Yuh 14+ kosten ebenfalls keine Kontoführung.
Übersicht: Yuh Gebühren 2026
Die Konditionen gelten für Erwachsene.
| Leistung | Yuh |
|---|---|
| Kontoführung | Gratis, auch für das Gemeinschaftskonto Yuh&Me |
| Debit Mastercard (physisch und virtuell) | Gratis, Ersatzkarte CHF 20 |
| Kartenzahlung in Fremdwährung | 0.95% Wechselzuschlag, ausser du hast genug Guthaben in der Währung |
| Multiwährungskonto | 13 Währungen, jeder Wechsel kostet 0.95% |
| Bargeld in der Schweiz | 1 Bezug pro Kalenderwoche gratis, danach CHF 1.90 |
| Bargeld im Ausland | CHF 4.90 pro Bezug, bei Umrechnung plus 0.95% |
| Bargeld einzahlen | Am Postschalter per QR-Rechnung, die Post kann eine Gebühr verlangen |
| Überweisungen in der Schweiz, nach Liechtenstein und SEPA in Euro | Gratis |
| TWINT | Eigene Yuh-TWINT-App, Zahlungen gratis |
| Sparprojekte | Gratis, ohne Zins |
| Aktien und ETFs | 0.50% Courtage bis CHF 10’000, mindestens CHF 1, Depot gratis |
| Krypto | 1% pro Kauf und Verkauf |
| Säule 3a | 0.50% pro Jahr, inklusive Produktkosten |
| Pocket Insurance | Inklusive, mit engen Bedingungen |
Yuh Gebühren im Detail: Konto, Karte und Überweisungen
Das Konto mit Schweizer IBAN kostet laut Preisübersicht keine Kontoführungsgebühr, und auch das Gemeinschaftskonto Yuh&Me ist gratis. Dazu gibt es eine Debit Mastercard, physisch und virtuell, beide ohne Gebühr. Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay funktionieren. Eine Ersatzkarte kostet CHF 20.
Überweisungen in der Schweiz und nach Liechtenstein sind in allen 13 Währungen gratis, ebenso SEPA-Überweisungen in Euro. Überweist du eine andere Währung in ein SEPA-Land, zahlst du CHF 4. Zwischengeschaltete Banken können zusätzlich etwas abziehen. Yuh überweist in SEPA- und IBAN-Länder. Eingehende Überweisungen kosten bei Yuh nichts.
Für den Schweizer Alltag wichtig: eBill ist gratis, Daueraufträge gehen. Lastschriften (LSV) unterstützt Yuh dagegen nicht. QR-Rechnungen scannst du in der App, oder du lädst sie als Foto oder Datei hoch. Die Zahlung wird dann automatisch vorbereitet.
Yuh Konto eröffnen: Voraussetzungen und Ablauf
Das Konto eröffnest du komplett in der App, das dauert wenige Minuten.
- App herunterladen: Die Yuh-App gibt es auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.
- Angaben erfassen und Identität bestätigen: Du brauchst eine ID oder einen Pass. Yuh empfiehlt, eine Rechnung wie die Stromrechnung als Adressnachweis bereitzuhalten.
- Erste Einzahlung: Sie muss von einem Konto auf deinen Namen kommen. Zahlst du mindestens CHF 500 auf einmal ein, bekommst du 250 Swissqoins (mehr dazu weiter unten).
Die Voraussetzungen:
- Alter: Das normale Konto gibt es ab 18. Zwischen 14 und 17 eröffnest du das Jugendkonto Yuh 14+.
- Wohnsitz: in der Schweiz, in Liechtenstein oder in Österreich.
- Aufenthaltsbewilligung: Ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz brauchen eine.
- Österreich und Liechtenstein: Dort reicht keine Rechnung als Adressnachweis. Du brauchst einen amtlichen Wohnsitznachweis, und die erste Einzahlung beträgt EUR 500 von einem Konto im Wohnsitzland.
Yuh&Me und Yuh 14+: Gemeinschafts- und Jugendkonto
Yuh&Me ist ein Gemeinschaftskonto für zwei Personen mit eigener Schweizer IBAN und ohne Monatsgebühr. Beide behalten ihr persönliches Yuh-Konto, und jede Person bekommt gratis eine virtuelle Mastercard und kann eine physische bestellen, zusammen also bis zu vier Karten. Voraussetzung: Ihr seid beide mindestens 18, wohnt in der Schweiz und habt bereits ein aktives Yuh-Konto. Gemeinsam investieren könnt ihr über Yuh&Me nicht. Grundsätzlich kann jede Person allein über das Konto verfügen und es auch allein schliessen, die Bank kann aber gemeinsame Aufträge verlangen. Für Schulden haftet ihr solidarisch, die Bank kann also den ganzen Betrag von einer Person fordern.
Yuh 14+ ist für Jugendliche zwischen 14 und 17 mit Wohnsitz in der Schweiz. Konto und Karten sind gratis, und die Yuh-TWINT-App lässt sich schon vor 18 nutzen. Ein Bargeldbezug pro Woche ist in der Schweiz gratis, danach kostet er CHF 1.90, im Ausland CHF 4.90. Bezogen werden können höchstens 200 pro Tag und 2’000 pro Monat in der Hauptwährung des Kontos. Das Konto kann nicht ins Minus rutschen. Eine Unterschrift der Eltern braucht es nicht. Die Bank darf die Eltern aber über Konto und Zahlungen informieren.
Bei Kartenzahlungen in Fremdwährung gibt es bis CHF 5’000 pro Monat keinen Wechselzuschlag. Wird der Betrag überschritten, fallen 0.95% auf den gesamten Betrag an. Mit 18 wird das Jugendkonto automatisch zum normalen Konto, mit den Gebühren für Erwachsene.
Wer steckt hinter Yuh? Swissquote, PostFinance und Einlagensicherung
Yuh ist am 11. Mai 2021 gestartet, als Gemeinschaftsunternehmen von Swissquote und PostFinance, je zur Hälfte. Am 4. Juli 2025 hat Swissquote den Anteil von PostFinance übernommen. Seither gehört Yuh vollständig Swissquote.
Yuh war bereits 2024 für sich allein profitabel. Per 30. Juni 2026 zählte Yuh 423’409 Konten mit Kundenvermögen von CHF 4.0 Milliarden. Das sind Konten, nicht unbedingt einzelne Personen.
Yuh selbst hat keine Banklizenz. Dein Geld liegt laut esisuisse bei der Swissquote Bank SA, die von der FINMA als Bank bewilligt ist. Deshalb gilt die Schweizer Einlagensicherung: Guthaben sind bis CHF 100’000 pro Kunde und Bank geschützt.
Wichtig, wenn du auch ein Konto bei Swissquote hast: Die CHF 100’000 gelten für beide zusammen, weil es dieselbe Bank ist. Wertschriften sind keine Einlagen, sondern bleiben im Konkursfall dein Eigentum. Krypto ist von der Einlagensicherung nicht gedeckt.
App und Sicherheit: Login, Karte und Daten
Für das erste Login auf einem neuen Gerät und für heikle Aktionen brauchst du den Yuh Key, einen Code mit mindestens sechs Ziffern, der nicht deine Karten-PIN ist. Ist das Gerät verknüpft, kannst du die App auch mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren. Nach jeder Transaktion bekommst du eine Push-Mitteilung.
Die Karte sperrst und entsperrst du in der App. Auch eine Änderung der Monatslimite beantragst du dort. Kontoauszüge und Steuerdokumente findest du unter Konto → Dokumente. Kontobewegungen kannst du als CSV exportieren, höchstens 18 Monate pro Datei.
Kundendaten und Transaktionen hostet Yuh in der Schweiz. Einige Dienstleister haben aber Zugriff aus dem Ausland, und Daten zur Handelsüberwachung liegen in Irland.
Yuh und TWINT: eigene App statt Prepaid
Hier hebt sich Yuh von Neon und Alpian ab. Es gibt eine eigene Yuh-TWINT-App. Sie bucht direkt von deinem Yuh-Konto ab, du musst also kein Prepaid-Guthaben aufladen. Normale Zahlungen und Überweisungen mit TWINT sind gratis.
Voraussetzung sind ein Wohnsitz in der Schweiz und eine Schweizer Handynummer.
Bei Neon und Alpian läuft TWINT dagegen nur als TWINT Prepaid. Dort verschiebst du Geld zuerst ins TWINT-Guthaben. Wenn du viel mit TWINT zahlst, ist das ein echter Vorteil für Yuh.
Wechselkurs bei Yuh: 0.95% und 13 Währungen
Im Multiwährungskonto kannst du 13 Währungen halten, darunter CHF, EUR, USD, GBP und JPY. Jeder Wechsel kostet 0.95%. Der Zuschlag ist im angezeigten Kurs enthalten und wird laut Yuh auf den Interbankenkurs berechnet.
Bei Kartenzahlungen gilt:
- Genug Guthaben in der Währung: Yuh bucht direkt davon ab, ohne weitere Wechselgebühr.
- Zu wenig Guthaben: Yuh rechnet automatisch aus der Währung mit dem höchsten Guthaben um, mit 0.95%.
- Währung ausserhalb der 13: 0.95% auf den Mastercard-Referenzkurs.
Das Multiwährungskonto hilft also vor allem, wenn du Fremdwährung erhältst, etwa Lohn in Euro. Wechselst du Franken vorher in Euro, zahlst du die 0.95% beim Wechsel.
Bargeld: ein Gratisbezug pro Woche, Einzahlung bei der Post
In der Schweiz ist ein Bargeldbezug pro Kalenderwoche gratis, gezählt ab Montag. Jeder weitere Bezug kostet CHF 1.90. Im Ausland zahlst du CHF 4.90 pro Bezug, und wird umgerechnet, kommen die 0.95% dazu. Pro Tag kannst du 1’000 und pro Monat 10’000 in der Hauptwährung deines Kontos beziehen.
Für den Alltag in der Schweiz ist das grosszügiger als Neon Free, wo jeder Bezug CHF 2.50 kostet. Fürs Ausland ist die Pauschale von CHF 4.90 bei kleinen Beträgen teuer.
Bargeld einzahlen kannst du bei der Post: Du erstellst mit dem QR-Generator von PostFinance eine QR-Rechnung auf dein Yuh-Konto und zahlst damit am Postschalter ein. Die Anleitung findest du in der App beim Hinzufügen von Geld. Gutgeschrieben wird meist nach 1–3 Tagen, und die Post kann eine Gebühr verlangen.
Investieren mit Yuh: Aktien, ETFs und Krypto
Yuh wirbt mit über 250 Aktien, mehr als 70 ETFs und 50 Krypto-Token. Du kannst Bruchteile kaufen und ab CHF 10 pro Monat regelmässig investieren. Neben Marktaufträgen gibt es Limit- und Stop-Loss-Aufträge. Ein ausgelöster Stop-Loss wird zum Marktauftrag, der Preis ist also nicht garantiert.
| Auftragsgrösse | Courtage |
|---|---|
| bis CHF 10’000 | 0.50% |
| CHF 10’000.01–20’000 | 0.35% |
| über CHF 20’000 | 0.25% |
Die Mindestgebühr beträgt CHF 1, das Depot ist gratis. Der Satz gilt jeweils für den ganzen Auftrag, nicht stufenweise. Dazu kommen je nach Wertschrift die eidgenössische Stempelabgabe und beim ETF die laufenden Fondskosten. Kaufst du eine Aktie in einer Währung, die du nicht hältst, rechnet Yuh automatisch um und verlangt die 0.95% zusätzlich zur Courtage. Krypto kostet 1% pro Kauf und Verkauf.
Bei ETF-Sparplänen fällt für 31 Produkte auf regelmässige Käufe keine Courtage an. Darunter sind auch ETPs. Der Sparplan muss mindestens zweimal hintereinander ausgeführt werden, sonst gilt die normale Courtage. Verkäufe kosten die übliche Courtage, und Stempelabgabe, Produktkosten und Währungswechsel können weiterhin anfallen.
Vorsicht bei den «Themen»: Das sind Zertifikate, also strukturierte Produkte. Zur Courtage kommen Produktkosten. Beim Thema «Swiss Bliss» sind das 0.85% Verwaltungsgebühr und 0.10% für das Rebalancing. Ein breiter ETF ist meist die einfachere Wahl.
Ein Punkt, den du vor dem Start kennen solltest: Wertschriften und Krypto kannst du weder zu Yuh übertragen noch von Yuh wegtransferieren. Willst du später zu einem anderen Broker wechseln, musst du verkaufen.
Rechenbeispiel: Was ein Aktienkauf bei Yuh kostet
Angenommen, du kaufst einzeln (nicht im Sparplan), dein Guthaben ist in Franken, und du hast keine Dollar. Die Stempelabgabe beträgt beim Kauf 0.075% für Schweizer und 0.15% für ausländische Wertschriften. Ausnahmen sind möglich, Fondskosten sind nicht eingerechnet.
| Kauf | Courtage | Wechsel 0.95% | Stempel | Total |
|---|---|---|---|---|
| Schweizer Aktie für CHF 1’000 | CHF 5.00 | – | CHF 0.75 | CHF 5.75 |
| US-Aktie für umgerechnet CHF 1’000 | CHF 5.00 | CHF 9.50 | CHF 1.50 | CHF 16.00 |
| Schweizer Aktie für CHF 15’000 | CHF 52.50 | – | CHF 11.25 | CHF 63.75 |
Bei der US-Aktie kostet der Währungswechsel fast doppelt so viel wie die Courtage. Investierst du regelmässig in Dollar, lohnt es sich, die Kosten mit einem klassischen Broker zu vergleichen.
Yuh oder Swissquote?
Swissquote ist die Bank hinter Yuh und ein vollwertiger Broker. Eine Schweizer Aktie für CHF 1’000 kostet dort CHF 5 Courtage plus CHF 0.85 Gebühr, für CHF 10’000 sind es CHF 29 plus CHF 0.85. Bei Yuh zahlst du für CHF 10’000 dagegen CHF 50. Dafür verlangt Swissquote eine Depotgebühr: bis CHF 50’000 Vermögen (ohne Bargeld, inklusive Krypto) CHF 20 pro Quartal plus 8.1% MWST, also CHF 86.48 pro Jahr. Der Währungswechsel kostet bei beiden 0.95% für die Hauptwährungen.
Kaufst du selten und mit kleinen Beträgen, ist Yuh ohne Depotgebühr günstiger. Bei grossen Aufträgen und einer breiten Auswahl spricht mehr für Swissquote: Dort wirbt die Bank mit über 9’000 ETFs und ETNs. Weitere Broker vergleiche ich im Broker-Vergleich.
Swissqoins: was die Belohnungen wert sind
Für bestimmte Aktionen belohnt dich Yuh mit Swissqoins (SWQ). Du bekommst zum Beispiel 250 SWQ für eine erste Einzahlung von mindestens CHF 500 auf einmal, 5 SWQ pro Trade (höchstens 50 pro Tag) und 0.5 SWQ pro Kartenzahlung ab CHF 1 (höchstens 10 pro Tag). In der App kannst du sie in Geld umtauschen oder anderen Yuh-Nutzern schenken.
Was sind sie wert? Yuh nennt einen Rücknahmewert von CHF 0.02122296 pro SWQ. Die 250 SWQ für die erste Einzahlung entsprechen damit rund CHF 5.31. Der Wert ergibt sich aus der Reserve geteilt durch alle ausstehenden SWQ und ist kein frei gehandelter Kurs.
Die Reserve wird regulär einmal pro Jahr gespeist, wie viel, entscheidet die Herausgeberin. Eine Pflicht zu Beiträgen gibt es nicht. Sieh die SWQ als kleinen Bonus, nicht als Grund für ein Konto.
Säule 3a bei Yuh
Mit Yuh 3a investierst du dein Vorsorgegeld über die Simply 3a Foundation. Die Gebühr beträgt 0.50% pro Jahr und wird quartalsweise belastet. Laut Yuh sind darin Fondskosten (TER), Depot, Währungswechsel, Verwaltung und Transaktionen enthalten. In Ausnahmefällen kann die Stiftung weitere Gebühren verlangen. Es gibt keinen Mindestbetrag, investiert wird ab CHF 10.
Zur Auswahl stehen fünf Strategien: vier mit 20% bis 80% Aktien und «Fiery» mit dem höchsten Aktienanteil. Ein 3a-Konto kannst du ab 18 eröffnen. Neon 3a kostet zwischen 0.45% und 0.38% pro Jahr, je nach Vermögen. Wie spezialisierte 3a-Anbieter abschneiden, zeigt mein Vergleich der besten Säule-3a-Anbieter.
Pocket Insurance: inklusive, aber mit engen Bedingungen
Zu jedem Yuh-Konto gehört ohne Aufpreis die Pocket Insurance der Europ Assistance (Suisse) Assurances SA, auch für Yuh 14+ und beide Personen bei Yuh&Me. Die Bedingungen sind enger, als der Name vermuten lässt:
- Geräte wie Handy oder Tablet: bis CHF 1’000 pro Fall, höchstens zwei Fälle pro Jahr. Das Gerät muss vollständig mit der Yuh-Karte bezahlt und höchstens 36 Monate alt sein.
- Geräte nur auf Reisen: Versichert sind Sturz, Feuchtigkeit, Überspannung, extreme Temperaturen und Diebstahl während einer privaten Reise. Als Reise gilt bis 90 Tage mit mindestens einer Übernachtung auswärts oder einer Hin- und Rückfahrt zu einem Ort, der mehr als 30 km vom Wohnsitz entfernt ist.
- Abschreibung: Die Entschädigung sinkt mit dem Alter des Geräts, um 3.3% pro Monat im ersten Jahr und danach um 2.3% pro Monat bis zum 36. Monat.
- Bei Geräten nicht versichert: Verlust, Schäden zu Hause, Abnutzung, Kratzer und Fälle, die unter die Herstellergarantie fallen.
- Schlüssel und mitgeführte Dinge wie Ausweise, Karten oder Brillen sind mit eigenen Limiten versichert, hier auch bei Verlust. Bargeld ist nicht versichert, und du musst nicht mit der Yuh-Karte bezahlt haben.
Sieh die Pocket Insurance als Extra für Reisen, nicht als Ersatz für eine Geräteversicherung.
Vorteile von Yuh
- Keine Kontoführung, gratis Debitkarte und gratis Gemeinschaftskonto.
- Eigene TWINT-App, die direkt vom Konto abbucht.
- Ein Gratisbezug pro Woche an Schweizer Bankomaten.
- Multiwährungskonto mit 13 Währungen, gut für Einnahmen in Euro oder Dollar.
- Investieren ab kleinen Beträgen, mit Bruchteilen, Limit-Aufträgen, ohne Depotgebühr.
- Schweizer Bank im Hintergrund: Einlagen bei Swissquote sind bis CHF 100’000 geschützt.
Nachteile von Yuh
Teuer bei Fremdwährungen: 0.95% auf jeden Wechsel ist im Vergleich mit anderen Schweizer Neobanken hoch. Zahlst du oft im Ausland und musst dafür Franken umrechnen, fährst du mit Neon Free oder Alpian günstiger. Welche Karten sich sonst fürs Ausland eignen, zeigt mein Vergleich der Kreditkarten ohne Auslandsgebühren.
Bargeld im Ausland: CHF 4.90 pro Bezug plus Wechselzuschlag. Für CHF 100 in Euro sind das schnell über 5%.
Kein LSV: Lastschriften unterstützt Yuh nicht, und Überweisungen gehen in SEPA- und IBAN-Länder. Als einziges Hauptkonto reicht Yuh deshalb nicht für alle.
Keine Übertragung von Wertschriften und Krypto: Du bist bei Yuh gebunden, bis du verkaufst.
Gemeinsame Einlagensicherung mit Swissquote: Hast du bei beiden Geld, gilt die Grenze von CHF 100’000 nur einmal.
Keine Zinsen: Auf Sparprojekte zahlt Yuh 0%.
Gebühr für kontakt- und nachrichtenlose Konten: Bricht der Kontakt zu dir ab, verlangt Yuh für das Vermögen CHF 150 pro Jahr und Konto, zuzüglich MWST. Halte deine Kontaktdaten deshalb aktuell.
Support gibt es per Chat, Nachricht und Telefon, Montag bis Freitag von 08:00 bis 19:00 Uhr. Bei Betrugsverdacht ist die Hotline rund um die Uhr erreichbar.
Yuh vs Neon: welches Gratis-Konto passt?
Beide sind Schweizer Konten per App. Der Vergleich mit dem Gratis-Plan Neon Free:
| Yuh | Neon Free | |
|---|---|---|
| Kontoführung | Gratis | Gratis |
| Erste Karte | Gratis | CHF 20 |
| Zuschlag Kartenzahlung Fremdwährung | 0.95% | 0.35% auf den Mastercard-Kurs |
| Bargeld Schweiz | 1 Bezug pro Woche gratis, danach CHF 1.90 | CHF 2.50 pro Bezug |
| Bargeld Ausland | CHF 4.90 plus 0.95% bei Umrechnung | 1.5% |
| TWINT | Eigene App, bucht direkt ab | TWINT Prepaid |
| Aktien und ETFs | 0.50% bis CHF 10’000 | 0.5% für Schweizer Aktien und ETFs, 1% für internationale Aktien |
| Säule 3a | 0.50% | 0.45–0.38% |
| Bank für die Einlagen | Swissquote Bank | Hypothekarbank Lenzburg |
Beim Bargeld im Ausland kommen bei Neon zusätzlich 0.35% dazu, wenn umgerechnet wird. Die Angaben zu Neon stammen aus der Planübersicht.
Kurz: Yuh gewinnt bei TWINT, beim Bargeld in der Schweiz und bei der Gratis-Karte. Neon ist im Ausland deutlich günstiger und bei der 3a etwas billiger. Alle Details zu Neon und den bezahlten Plänen findest du in meinem Neon-Erfahrungsbericht.
Yuh vs Alpian, Zak und Revolut
Alpian verlangt keine Kontoführung, und bei Kartenzahlungen aus einem Guthaben in derselben Währung fällt kein Wechselzuschlag an. Muss zwischen den Kontowährungen CHF, EUR, USD und GBP umgerechnet werden, kostet das 0.2% unter der Woche und 0.5% am Wochenende. Kartenzahlungen in anderen Währungen laufen zum Visa-Kurs. TWINT gibt es nur als Prepaid. Mehr im Alpian-Review.
Zak von der Bank Cler kostet im Grundangebot nichts, Zak Plus kostet CHF 8 pro Monat. Wie bei Yuh ist TWINT direkt mit dem Konto verbunden. Im Ausland ist Zak aber noch teurer als Yuh: Bei der Zak Visa Debit kommen auf den Visa-Kurs 2% Zuschlag. Franken beziehst du an Bankomaten der Bank Cler gratis, an anderen Schweizer Bankomaten kostet ein Bezug im Gratis-Angebot CHF 2. Weitere Gratis-Konten findest du im Vergleich der kostenlosen Bankkonten.
Revolut Standard kostet keine Monatsgebühr. Unter der Woche wechselst du bis CHF 1’250 pro Monat ohne zusätzliche Gebühr. Darüber kommt 1% dazu, und am Wochenende (Freitag 17:00 bis Sonntag 18:00 New Yorker Zeit) eine separate Gebühr von 1%. Umgerechnet wird zum eigenen Revolut-Kurs. Revolut hat am 16. September 2026 eine Schweizer Banklizenz beantragt, hat sie aber noch nicht. Die Schweizer Einlagensicherung gilt deshalb nicht, und eine TWINT-Integration ist erst ein mögliches Projekt.
Rechenbeispiel: CHF 1’000 im Ausland mit der Karte
Angenommen, du zahlst auf einer Reise Einkäufe in Euro, die vor dem Wechselzuschlag CHF 1’000 entsprechen. Du hast ein Konto für Erwachsene, dein Guthaben ist in Franken, du hast kein Euro-Guthaben, du zahlst unter der Woche, in Euro (ohne Umrechnung durch das Terminal), und bei Revolut ist der Monatsfreibetrag noch nicht gebraucht. Karten- und Abokosten sind nicht eingerechnet.
| Karte | Zuschlag | Kosten |
|---|---|---|
| Zak | 2% | CHF 20.00 |
| Yuh | 0.95% | CHF 9.50 |
| Neon Free | 0.35% | CHF 3.50 |
| Alpian | 0.2% | CHF 2.00 |
| Revolut Standard | 0% im Freibetrag | CHF 0.00 |
Die Tabelle zeigt nur die ausgewiesenen Zuschläge. Die Anbieter rechnen zu unterschiedlichen Kursen und Zeitpunkten um, Revolut zum Beispiel zu einem eigenen Kurs. Der Endbetrag in Franken für dieselbe Euro-Rechnung kann deshalb etwas abweichen. Beziehst du mit Yuh zusätzlich einmal Euro im Wert von CHF 100, kostet das CHF 4.90 plus CHF 0.95 Wechselzuschlag, zusammen CHF 5.85.
Fazit: Für wen lohnt sich Yuh?
Yuh ist ein solides Gratis-Konto für den Schweizer Alltag, vor allem wegen der eigenen TWINT-App und dem wöchentlichen Gratisbezug. Die Schwäche sind die 0.95% auf jeden Währungswechsel. Als Reisekarte gibt es bessere Optionen.
- Du zahlst viel mit TWINT und willst ein Gratis-Konto: Yuh. Die TWINT-App bucht direkt ab, ohne Prepaid-Umweg.
- Ihr wollt als Paar ein Konto für gemeinsame Ausgaben: Yuh&Me ist gratis und hat eine eigene IBAN. Beide brauchen dafür ein eigenes Yuh-Konto.
- Du zahlst oft in Fremdwährung und rechnest dafür Franken um: Neon Free oder Alpian. Yuh kann daneben als TWINT-Konto für den Alltag bleiben.
- Du willst mit kleinen Beträgen in Aktien und ETFs einsteigen: Yuh passt mit Bruchteilen und ETF-Sparplänen. Bei grösseren Beträgen und Käufen in Dollar lohnt sich ein Vergleich mit einem klassischen Broker.
- Du suchst ein Hauptkonto mit LSV: Yuh unterstützt keine Lastschriften. Ich empfehle Yuh dann als Zweitkonto neben einer klassischen Bank.