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Säule 3a Vergleich 2026: finpension, VIAC, True Wealth und frankly


Bei der Wahl einer Säule 3a zählen tiefe Gebühren, eine breite Streuung und die passende Anlagestrategie. Dieser Vergleich zeigt, wie sich finpension, VIAC, True Wealth und frankly bei Kosten, Fondsauswahl und der Aufteilung auf mehrere 3a-Konten unterscheiden. Weiter unten findest du ausserdem neon, Yuh, weitere Alternativen und Beispiele für 3a-Fonds von Banken.

Im Fokus stehen günstige Wertschriftenlösungen für einen langen Anlagehorizont. Wie die Säule 3a grundsätzlich funktioniert, erfährst du im Ratgeber zur dritten Säule. Das Wichtigste dazu findest du auch am Ende dieses Artikels.

Kurz gesagt:

  • Fonds und Gewichtung selbst bestimmen: finpension oder VIAC. Mit den Standardstrategien zahlst du bei beiden rund 0.4% pro Jahr, und du kannst aus der Fondsliste deine eigene Strategie zusammenstellen.
  • Tiefe Kosten und wenig Aufwand: True Wealth. Keine Verwaltungsgebühr, und die Aufteilung auf mehrere Konten läuft automatisch. Fondskosten und mögliche Handelskosten bleiben.
  • Einfache Produkte der ZKB: frankly. Etwas teurer, maximal 95% Aktien und keine eigene Gewichtung.

Übersicht: die vier Anbieter im Vergleich

Stand 9. Oktober 2026. Die Quellen findest du weiter unten bei den einzelnen Anbietern.

finpension

Laufende Kosten/Jahr
0.39–0.42% total mit Standardfonds
Strategie anpassen
Fonds aus der Liste wählen und gewichten
Max. Aktien
99%

VIAC

Laufende Kosten/Jahr
0.40–0.41% total für Global 100
Strategie anpassen
Fonds aus der Liste wählen und gewichten
Max. Aktien
99%

True Wealth

Laufende Kosten/Jahr
0% Verwaltung; Ø 0.12% Fondskosten global / 0.21% nachhaltig
Strategie anpassen
Regionen und Anlageklassen, keine eigene Fondswahl
Max. Aktien
99%

frankly

Laufende Kosten/Jahr
0.43% Gebühr; ggf. 0.01–0.05% Fondskosten
Strategie anpassen
Keine eigenen Gewichte; ein Produkt pro Konto
Max. Aktien
95%

Alle vier Anbieter bieten bis zu fünf 3a-Konten sowie App- und Browserzugang. Bei True Wealth werden die Konten automatisch eröffnet und folgen alle derselben Strategie.

Die Verwaltungsgebühr verlangt der Anbieter direkt. Die Fondskosten (TER) werden dagegen im Fonds abgezogen, du siehst sie also nie als Belastung. Beides zusammen sind deine laufenden Kosten. Dazu können bei allen Anbietern Spreads, Stempelsteuer auf ETFs oder Wechselkosten kommen, und für spezielle Dienstleistungen wie gewisse Bezüge können Gebühren anfallen.

Worauf du bei einer 3a-Lösung achten solltest

Gesamtkosten statt Werbegebühr

Die «0%» von True Wealth heisst nicht gratis, und die «All-in-Fee» von frankly enthält nicht alles. Vergleiche deshalb immer Verwaltungsgebühr plus Fondskosten.

Wie viel du selbst bestimmen kannst

Bei finpension und VIAC kannst du dein Portfolio aus einzelnen Fonds zusammenstellen. Bei True Wealth passt du Regionen und Anlageklassen an, bei frankly wählst du ein fertiges Produkt. Schau bei vorgefertigten Strategien nach, wie hoch der Schweizer Anteil ist. Auch «globale» Strategien können deutlich mehr Schweiz enthalten, als du vielleicht erwartest.

Mehrere 3a-Konten

Bei der Pensionierung wird jeweils das ganze 3a-Konto aufgelöst. Mit mehreren Konten kannst du die Bezüge über verschiedene Jahre verteilen, und das kann Steuern sparen.

Aktienanteil in der Säule 3a

Alle vier lassen dich bis 95% oder 99% Aktien wählen. Bei einem Horizont von 20 oder 30 Jahren kann ein so hoher Anteil passen, wenn du auch einen grossen Kurseinbruch aushältst, ohne zu verkaufen. Mehr Aktien bedeuten eine höhere erwartete Rendite, aber keine garantierte. Kurz vor einem geplanten Bezug kann ein tieferer Aktienanteil für dieses eine Konto sinnvoll sein.

finpension: günstig mit eigener Fondsauswahl

Finpension

finpension verlangt für die Säule 3a eine Verwaltungsgebühr von 0.39% pro Jahr (Gebührenübersicht). Die Standardfonds sind sehr günstig. Für das normale Angebot nennt finpension total 0.39–0.42%, also 0.39% Verwaltung plus 0.00–0.03% Fondskosten (Vorteile der 3a-App). Stellst du dir eine eigene Strategie zusammen, hängen die Fondskosten von deiner Auswahl ab.

Du kannst eine der vorgefertigten Strategien mit 0 bis 99% Aktien nehmen (Strategien) oder eine eigene bauen. Dabei ersetzt du Fonds aus dem Angebot von finpension und legst die Gewichtung fest (Anleitung). Du kannst bis zu fünf 3a-Portfolios eröffnen (FAQ) und alles in der App oder im Browser erledigen (Funktionen).

Ich nutze finpension selbst für ein breit gestreutes Weltportfolio mit kleinem Schweizer Anteil, ähnlich einem globalen Aktien-ETF wie Vanguard VT. Dafür ist die eigene Fondsauswahl praktisch.

Nachteile von finpension

Neben den laufenden Gebühren können weitere Kosten anfallen. Kann ein Fonds nicht in Franken gezeichnet werden, verlangt die Depotbank 0.05% auf dem Wechsel. finpension verrechnet Aufträge untereinander, wodurch weniger gewechselt werden muss. Dazu können Spreads auf den Fonds kommen, und Spezialfälle wie Verpfändungen oder ein Wohnsitz im Ausland kosten extra (Gebührenübersicht). Ein Strategiewechsel kostet dagegen keine zusätzliche Gebühr (FAQ).

VIAC: eigene Strategie mit Gebührendeckel

Viac

Bei VIAC ist das Gebührenmodell etwas komplizierter. Auf dem investierten Teil verlangt VIAC 0.52%, bezogen aufs ganze Portfolio aber effektiv höchstens 0.40%. Auf Cash fällt keine Verwaltungsgebühr an, und der Deckel gilt auch für eigene Strategien (Gebührendeckel). Die Fondskosten kommen dazu. Für Global 100, die effektiv 99% Aktien hält, weist VIAC inklusive Produktkosten 0.41% mit UBS-Fonds und 0.40% mit Swisscanto-Fonds aus (Strategien).

Die vorgefertigten Strategien gibt es mit Fokus Global, Schweiz oder Global Nachhaltig, mit bis zu 99% Aktien. Du kannst aber auch eine eigene Strategie zusammenstellen: Du wählst Fonds aus der Liste von VIAC und legst die Gewichte in 1%-Schritten fest (Anleitung). Einzelaktien oder Fonds ausserhalb dieser Liste gehen nicht. VIAC erlaubt bis zu fünf Portfolios und funktioniert in der App und im Browser (FAQ).

Nachteile von VIAC

Was du am Ende zahlst, hängt von den gewählten Fonds ab, denn deren Kosten kommen zum Deckel von 0.40% dazu. Courtagen gibt es keine. Trotzdem können Spreads, Wechselkosten und bei ETFs die Stempelsteuer anfallen. Indexfonds sind beim Kauf direkt beim Fonds von der Stempelsteuer befreit. VIAC verrechnet Aufträge untereinander, um diese Kosten tief zu halten (FAQ).

True Wealth: keine Verwaltungsgebühr, automatische Staffelung

Logo von True Wealth

Logo: True Wealth

True Wealth verlangt bei der 3a keine Verwaltungsgebühr, die Depotführung ist gratis und Courtagen gibt es keine. Du zahlst aber die Kosten der Fonds. Laut True Wealth sind das im Schnitt 0.12% bei globalen und 0.21% bei nachhaltigen Portfolios (Kosten der 3a). Auf Währungswechsel kommen 0.1% des gewechselten Betrags dazu. Weil True Wealth Aufträge bündelt, muss weniger gewechselt werden (Preise).

Nach einem Fragebogen schlägt dir True Wealth ein globales oder nachhaltiges Portfolio vor. Mit Schiebereglern kannst du dann Anlageklassen und Regionen anpassen, solange die Vorgaben zu Diversifikation und Risiko eingehalten sind (Anleitung). Die Währungsabsicherung kannst du ausschalten. Welche Fonds eingesetzt werden, entscheidet aber True Wealth, nach Kriterien wie Kosten, Liquidität und Steuereffizienz (Anlageansatz). Du bestimmst also die Gewichtung, nicht die Produkte.

Stark ist True Wealth bei der Staffelung. Zahlst du regelmässig jedes Jahr ein, eröffnet True Wealth automatisch bis zu fünf 3a-Konten. Ab dem sechsten Jahr geht deine Einzahlung ins Konto mit dem tiefsten Saldo (3a bei True Wealth). Du musst dich also nicht selbst darum kümmern. App und Browser stehen dir beide zur Verfügung (Kontoeröffnung).

Nachteile von True Wealth

Für alle 3a-Konten und dein freies Vermögen bei True Wealth gilt eine einzige Anlagestrategie (Blog von True Wealth). Ein einzelnes Konto vor dem Bezug vorsichtiger anzulegen, geht so nicht. Ausserdem kannst du keine eigenen Fonds wählen. Und auch hier können Spreads und Stempelsteuer anfallen.

frankly: einfache Produkte der ZKB

Frankly

frankly ist das digitale Vorsorgeangebot der Zürcher Kantonalbank. Die All-in-Fee beträgt 0.43% pro Jahr. Sie wird quartalsweise belastet und nur auf Wertschriften erhoben, Cash ist gebührenfrei (FAQ). Ganz «all-in» ist sie aber nicht: Ausgabe- und Rücknahmekosten der Indexprodukte, Spreads sowie Steuern und Abgaben sind laut frankly nicht enthalten (Was ist in der All-in-Fee enthalten?). In den zugrunde liegenden Fonds können zudem Kosten von 0.01–0.05% anfallen (FAQ).

Du wählst ein vordefiniertes Anlageprodukt von Swisscanto, entweder passive Indexprodukte oder aktiv verwaltete nachhaltige Produkte. Am meisten Aktien hat «Extreme 95» mit 95% (Anlageprodukte). Pro 3a-Konto hast du ein Produkt, bei bis zu fünf Konten kannst du aber für jedes ein anderes wählen (FAQ). frankly gibt es als App und im Browser (FAQ).

Nachteile von frankly

frankly ist in der Regel etwas teurer als die anderen drei, und mit 95% liegt der maximale Aktienanteil tiefer. Vor allem kannst du die Gewichtung nicht selbst anpassen, also auch nicht, wie viel Schweiz in deinem Portfolio steckt. frankly passt, wenn du bewusst ein Produkt einer Kantonalbank willst und mit fertigen Produkten zufrieden bist.

finpension oder VIAC: Was ist besser?

finpension und VIAC liegen eng beieinander. Beide bieten bis 99% Aktien, bis zu fünf 3a-Portfolios, App und Browser sowie eigene Strategien aus ihrer Fondsliste. Mit einer globalen Standardstrategie mit maximalem Aktienanteil zahlst du bei beiden rund 0.4% pro Jahr.

Unterschiede gibt es im Detail:

  • Gebührenmodell: finpension verlangt 0.39% Verwaltungsgebühr. VIAC verlangt 0.52% nur auf dem investierten Teil, effektiv aber höchstens 0.40%. Unter rund 77% Wertschriften zahlst du bei VIAC also weniger als 0.40%. Für eine Aktien-3a mit 99% spielt das keine Rolle.
  • Eigene Strategie: Bei finpension ersetzt du Fonds und passt die Gewichte an. Bei VIAC stellst du dein Portfolio aus der Fondsliste in 1%-Schritten zusammen. Die Fondslisten sind nicht gleich. Prüf deshalb, ob die Fonds für deine gewünschte Aufteilung dabei sind.

Nimm die Fondsliste und die App, die dir besser gefallen.

Weitere Anbieter

Weitere digitale Anbieter bieten eine Säule 3a an. Die folgenden Alternativen unterscheiden sich vor allem bei Gebühren, Fondsauswahl und der Anzahl Konten. Die Gebühren sind auf dem Stand vom 9. Oktober 2026.

neon ist interessant, wenn du dein Konto schon bei neon hast (mehr dazu im neon-Erfahrungsbericht). Die Verwaltungsgebühr beträgt 0.38–0.45%, abhängig von deinem gesamten 3a-Vermögen. 0.38% gelten ab CHF 50’000, unter CHF 5’000 sind es 0.45%. Dazu kommen indirekte Fondskosten von 0.04% bei «Offensiv 100» und 0.07% bei «Ambitioniert 80» (Gebühren-FAQ). Mit Offensiv 100 zahlst du damit laufend 0.42–0.49%. Du wählst eine von fünf vorgefertigten Strategien bis 99% Aktien, optional mit Schweiz- oder Nachhaltigkeitsfokus. Einzelne Fonds und deren Gewichte wählst du dabei nicht selbst. Bis zu fünf Portfolios sind möglich (3a-Seite). Das ist eine solide Alternative für bestehende neon-Kunden. finpension und VIAC bieten mehr Spielraum bei der eigenen Fondsauswahl.

Yuh hat das einfachste Preismodell: 0.50% pro Jahr, inklusive Fondskosten, Depot, Wechsel, Transaktionen und Strategiewechsel (Kosten). Du wählst eine von fünf vorgefertigten Strategien in der Yuh-App. Der grosse Haken: Pro Person gibt es nur ein 3a-Konto (FAQ). Staffeln kannst du bei Yuh also nicht, nur zusammen mit einem anderen Anbieter.

Descartes verlangt für die passiven 3a-Lösungen 0.40% inklusive MWST, dazu kommen Fondskosten von 0.21–0.25% (Gebühren, TER). Total sind das 0.61–0.65%. Die risikooptimierten Modelle haben zwar nur 0.20% Verwaltungsgebühr, aber höhere Fondskosten und kosten total 0.64–0.76%. Den Aktienanteil wählst du zwischen 20 und 100%, und mehrere 3a-Konten sind möglich (FAQ). Bei den laufenden Kosten liegt Descartes damit deutlich über den vier Anbietern im Hauptvergleich.

Selma verlangt 0.68% unter CHF 50’000, danach sinkt die Verwaltungsgebühr bis auf 0.42% über CHF 500’000. Produktkosten kommen dazu. Für die Stufen zählt dein Vermögen bei Selma Invest und 3a zusammen (Preise). Selma stimmt deine 3a-Strategie auf deine übrigen Anlagen ab und arbeitet mit dem VZ als Vorsorgepartner zusammen. Bis zu 97% Aktien sind möglich, der Startbetrag beträgt CHF 500 (3a bei Selma). Das passt, wenn du freie Anlagen und 3a mit einem Anlagevorschlag bei einem Anbieter willst. Für eine günstige Aktien-3a ist Selma damit weniger attraktiv als die Anbieter im Hauptvergleich.

Auch Alpian (0.60% Verwaltung exkl. MWST plus durchschnittlich 0.15% Fondskosten, ein 3a-Konto) und Pilla (0.50% Verwaltung plus 0.19–0.23% Fondskosten) liegen bei den laufenden Kosten deutlich über den vier Anbietern oben.

Säule-3a-Fonds bei Banken

Auch Banken bieten für die Säule 3a inzwischen passive oder indexnahe Fonds mit hohem Aktienanteil an. Schau dort aber nicht nur auf die TER. Je nach Bank kommen eine Verwaltungsgebühr oder Kaufkommissionen dazu. Drei Beispiele, Stand 10. Oktober 2026:

  • UBS Fisca 3a mit Vitainvest Passive 100 Sustainable Q: Der Fonds hat laufende Kosten von 0.25% pro Jahr (Factsheet). Laut dem ab 1. Oktober 2026 gültigen Gebührenreglement verlangt UBS dazu eine Fisca-Verwaltungsgebühr von 0.50% (Gebührenreglement). Zusammen sind das 0.75% pro Jahr, Transaktionskosten nicht eingerechnet.
  • PostFinance mit PF Pension – Passive 100 Fund: Die laufenden Fondskosten betragen 0.85% pro Jahr. Darin ist eine Vertriebsentschädigung von 0.65% an PostFinance bereits enthalten (Factsheet vom Februar 2026). Eine Depotgebühr oder Kauf- und Verkaufskommissionen verlangt PostFinance nicht (Vorsorgefonds). Transaktionskosten im Fonds können trotzdem anfallen.
  • Raiffeisen mit Futura II – Systematic Invest Equity V: Der indexnahe Fonds orientiert sich an einem Vergleichsindex, der je zur Hälfte aus Schweizer Aktien und Aktien anderer Industrieländer besteht. Die TER liegt bei 0.77% (Factsheet). Beim Kauf fällt zusätzlich zur TER eine Kommission an: 0.75% auf den ersten CHF 100’000 und 0.15% auf dem Betrag darüber (Vorsorgefonds).

Die drei Fonds sind unterschiedlich aufgebaut und lassen sich nicht eins zu eins vergleichen. Bei den laufenden Kosten liegen diese Beispiele aber klar über den vier Anbietern im Hauptvergleich. Eine Bank-3a kann trotzdem passen, wenn du deine Vorsorge bei deiner Hausbank haben willst. Rechne dann Fondskosten, Verwaltungsgebühr und Kommissionen zusammen.

Säule 3a: das Wichtigste in Kürze

Wie viel du einzahlen kannst: 2026 kannst du mit Pensionskasse bis zu CHF 7’258 einzahlen und vom steuerbaren Einkommen abziehen. Ohne Pensionskasse sind es bis zu 20% deines Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’288. Seit 2026 kannst du zudem Lücken ab dem Jahr 2025 innerhalb von zehn Jahren nachzahlen, wenn du die Bedingungen erfüllst (BSV).

Wie die 3a besteuert wird: Solange das Geld gebunden ist, zahlst du darauf weder Einkommens- noch Vermögenssteuer (Merkblatt Kanton Schwyz). Beim Bezug wird das ganze Kapital separat vom übrigen Einkommen besteuert. Wie viel das ist, hängt von Kanton, Gemeinde und deiner Situation ab. Im Kanton Zürich werden zum Beispiel alle Vorsorgekapitalien eines Kalenderjahres zusammengezählt, also auch Pensionskasse und Freizügigkeit (Kanton Zürich). Rechnen kannst du das mit dem Steuerrechner der ESTV.

Wann du das Geld beziehen kannst: Ordentlich frühestens fünf Jahre vor dem AHV-Referenzalter. Dabei wird jeweils das ganze Konto aufgelöst. Ein Vorbezug für selbstbewohntes Wohneigentum kann dagegen auch teilweise erfolgen (ESTV-Kreisschreiben 18a). Ein bestehendes Konto kannst du später nicht einfach auf mehrere neue Konten aufteilen. Plane die Staffelung deshalb von Anfang an.

Wann sich die 3a weniger lohnt: Bei tiefem Einkommen kann die Steuerersparnis klein sein. Dann lohnt es sich, Gebühren, die spätere Bezugssteuer und die fehlende Verfügbarkeit gegen ein freies Depot abzuwägen. Dort sind Kursgewinne zwar in der Regel steuerfrei, Dividenden und Zinsen aber als Einkommen steuerbar, und das Depot zählt zum Vermögen.

Warum Wertschriften: Ein 3a-Sparkonto kann für Geld sinnvoll sein, das du in wenigen Jahren beziehen willst. Für einen Horizont von 20 oder 30 Jahren bieten breit gestreute Aktienanlagen höhere Renditechancen, schwanken aber stärker. 3a-Versicherungen bündeln Sparen und Risikoschutz, binden dich lange und machen den Kostenvergleich schwierig. Brauchst du Schutz bei Tod oder Invalidität, ist eine separate Risikoversicherung meist übersichtlicher.

Fazit: Welche Säule 3a passt zu dir?

Einen klaren Sieger nach Rendite gibt es nicht. Die vier Anbieter investieren unterschiedlich, und vergangene Renditen sagen wenig darüber aus, wer in Zukunft besser abschneidet. Entscheidend sind Kosten, wie viel du selbst bestimmen willst und wie bequem die Staffelung ist. Welcher Anbieter passt, hängt von deinen Anforderungen ab:

  • Du willst deine Fonds und Gewichtung selbst bestimmen: finpension oder VIAC. Bei den Kosten ist der Unterschied klein. Schau dir die Fondslisten und die App an und nimm, was dir besser gefällt.
  • Du willst tiefe Kosten und dich möglichst wenig kümmern: True Wealth. Dafür gilt eine Strategie für alle Konten, und die Fonds wählt True Wealth.
  • Du willst ein einfaches Produkt einer Kantonalbank: frankly, mit etwas höheren Kosten und maximal 95% Aktien.
  • Du bist schon bei neon oder Yuh: Deren 3a ist bequem und kann reichen. Rechne aber die Kosten nach, und bei Yuh hast du nur ein Konto.

Egal wofür du dich entscheidest: Eröffne mehrere 3a-Konten. Du kannst sie auch auf zwei Anbieter verteilen. Wichtig ist nur, dass du über alle Konten zusammen den Maximalbetrag nicht überschreitest.

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