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Die besten Schweizer Kreditkarten für 2026


Kreditkarten sind heute allgegenwärtig. Die meisten Haushalte erhalten ihre Kreditkarten als Teil eines Bankpakets bei einer der grossen Schweizer Banken. Die Kosten dafür sind aber nicht zu unterschätzen; oft bezahlt man CHF 100 oder sogar CHF 200 im Jahr dafür. Dieselben Leistungen gibt es in vielen Fällen auch zum Nulltarif, während Premium-Karten mit Zusatzleistungen ihre höheren Gebühren durch entsprechenden Mehrwert rechtfertigen. Dafür muss man nur über den Tellerrand der Hausbank hinausschauen. Alle hier vorgestellten Kreditkarten können mit einem beliebigen Schweizer Bankkonto für das automatische Abbuchen durch LSV oder eBill verknüpft werden. So verliert man durch den Wechsel kaum Komfort.

Übersicht - die besten Kreditkarten

KarteJahresgebührCashback / PunkteFremdwährungsgebühr
Cembra Certo! One CardCHF 01% bei 3 Shops, sonst 0.25%1.5%
Migros Cumulus KreditkarteCHF 01% (Migros), 0.33% (sonst)0% (mit 1-3% Wechselkursaufschlag)
Swisscard Cashback CardsCHF 01% (Amex), 0.25% (MC/Visa)2.5%
poinz Kreditkarten *CHF 01% (Amex), 0.25% (Visa)2.5%
Coop Supercard KreditkarteCHF 01 Punkt/CHF (Coop), 1/3 sonst1.5%
Cornèrcard PlatinumCHF 500 (CHF 250 im 1. Jahr)1.5%1.2%

Fast alle der hier vorgestellten Kreditkarten kommen ohne Jahresgebühr, während die Premium-Variante ihre höhere Gebühr durch umfangreiche Zusatzleistungen rechtfertigt. Alle können mit einem beliebigen Schweizer Bankkonto für das automatische Abbuchen durch LSV oder eBill verknüpft werden.

Cembra Certo! One Card

Beste für Alltag
Cembra Certo! One Card
Die flexibelste Karte für den Alltag mit individuellem Cashback und moderner App.
Jahresgebühr

CHF 0

Cashback

1% bei 3 Shops, sonst 0.25%

Fremdwährungs- gebühr

1.5%

Auslands-Bankomatgebühr

3.75%, mind. CHF 10

Besonderheiten

Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte

Shops frei wählbar (z.B. Migros, Coop, SBB, Digitec)

Moderne App und Mobile Payment (Apple Pay, Samsung Pay)

Bestpreis-Garantie und SOS-Assistance bis CHF 50'000

Shopping- und Reiseversicherung inklusive

Die beste Kreditkarte für die meisten Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2026 ist die Cembra Certo Mastercard. Sie tritt als Konkurrenz zur Cumulus Kreditkarte der Migros Bank auf.

  • Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte
  • 1% Geld zurück bei drei Shops deiner Wahl. Unter anderem Migros, Coop, SBB und Digitec
  • Überall sonst 0.25% Geld zurück

Das Bonusprogramm ist besonders attraktiv, da man die drei Shops entsprechend seiner Einkaufsgewohnheiten selber auswählen kann. Das Cashback wird automatisch auf der Kartenabrechnung gutgeschrieben.

Die Smartphone-App ist modern und benutzerfreundlich gestaltet. Mobile Payment-Optionen wie Apple Pay und Samsung Pay werden unterstützt. Die Karte bietet zudem ein praktisches Versicherungspaket:

  • Shopping Versicherung mit Bestpreis-Garantie (bis CHF 2’000 pro Jahr, CHF 1’000 pro Ereignis)
  • Reiseversicherung mit SOS-Assistance (bis CHF 50’000 pro Person)
  • 24/7 Alarmzentrale für Notfälle
  • Medizinischer Transport und Repatriierung
  • Such- und Bergungskosten

Für intensive Nutzung im Ausland ist die Certo Card allerdings nicht zu empfehlen. Es fällt eine Gebühr von mindestens 1.5% für Auslandseinkäufe und für Bargeldbezüge werden 3.75% (mindestens CHF 10) berechnet.

Migros Cumulus kreditkarte

Beste für Ausland
Migros Cumulus Kreditkarte
Ideal für Reisende dank guten Konditionen im Ausland und dem beliebten Cumulus-Bonusprogramm.
Jahresgebühr

CHF 0

Cashback

1% (Migros), 0.33% (sonst)

Fremdwährungs- gebühr

0% (zzgl. Wechselkursaufschlag)

Auslands-Bankomatgebühr

Gratis (Migros) / 2x p.a. gratis im Ausland

Besonderheiten

Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte

Keine Fremdwährungsgebühr

Cumulus-Punkte sammeln

Kostenlose Bargeldbezüge in der Migros

Such- und Rettungskosten bis CHF 60'000

Online-Schutz und Reiseversicherung

Dies ist die Neuauflage der seit Langem beliebten Cumulus-Kreditkarte, die nun direkt von der Migros Bank herausgegeben wird. Im Vergleich zur Certo Card stechen vor allem die besseren Konditionen im Ausland hervor. Die Hauptvorteile sind:

  • Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte
  • Keine Fremdwährungsgebühr
  • Kostenlose Bargeldbezüge in der Migros (bis zu CHF 1’000 pro Tag)
  • Zwei kostenlose Bargeldbezüge pro Jahr im Ausland (bis CHF 500 pro Bezug)
  • 1 Cumulus-Punkt pro CHF 1 Umsatz in der Migros
  • 1 Cumulus-Punkt pro CHF 3 Umsatz ausserhalb der Migros

Zusätzlich bietet die Karte ein umfassendes Versicherungspaket:

  • Such- und Rettungskosten bis CHF 60’000
  • Reiseunterbruchversicherung bis CHF 4’000
  • Bestpreis-Garantie bis CHF 2’000
  • Einkaufs- und Transportversicherung bis CHF 2’000
  • Online-Kontoschutz bis CHF 10’000
  • Online-Rechtsschutz bis CHF 10’000
  • 24/7 Hilfeleistung im Notfall

Mit dieser Karte kann man direkt Cumulus-Punkte sammeln: 500 Cumulus-Punkte entsprechen einem CHF 5 Einkaufsgutschein in der Migros. Man erhält also 1% Geld zurück für Einkäufe in der Migros und 0.33% ausserhalb der Migros. Die Cembra Card bietet zwar ein attraktives Bonusprogramm, bei dem das Geld automatisch auf der Kartenabrechnung zurückerstattet wird und man in mehr als nur der Migros 1% zurückerhält, doch für Vielreisende ist die Cumulus-Kreditkarte attraktiver. Man spart an Gebühren bei Transaktionen und Bargeldbezügen im Ausland.

Die Aussage “keine Fremdwährungsgebühr” bedarf allerdings einer Präzisierung: Zwar wird keine zusätzliche Gebühr erhoben, der von Viseca festgelegte Wechselkurs liegt jedoch in der Regel um 1% bis 3% über dem Referenzkurs. Daher bleiben Debitkarten wie Neon, Revolut oder Wise die beste Wahl für intensive Auslandsnutzung. Für bestimmte Situationen, wie bei einigen Mietwagenbuchungen, bei denen eine Kreditkarte erforderlich ist, stellt die Cumulus Visa jedoch die beste Option dar.

Swisscard Cashback Cards - für maximales Cashback

Maximales Cashback
Swisscard Cashback Cards
Für alle, die ihr Cashback maximieren möchten. Amex mit hoher Akzeptanz, MC/Visa als Backup.
Jahresgebühr

CHF 0

Cashback

1% (Amex), 0.25% (MC/Visa)

Fremdwährungs- gebühr

2.5%

Auslands-Bankomatgebühr

4%, mind. CHF 10

Besonderheiten

Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte

Maximales Cashback (1% Amex, 0.25% MC/Visa)

Kartenduo: Amex + Mastercard oder Visa

Warenrückgabe-Versicherung bis CHF 1'000

Sehr guter Kundenservice

Die Cashback Cards werden als Kartenduo angeboten, bestehend aus einer American Express und wahlweise einer Mastercard oder Visa.

  • Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte
  • 1% Geld zurück auf der American Express
  • 0,25% Geld zurück auf der Mastercard und Visa
  • Bargeldbezug in der Schweiz und im Ausland: 4%, mindestens CHF 10

Ein besonderer Vorteil ist die Warenrückgabe-Versicherung:

  • Weltweite Deckung bis CHF 1’000
  • Gilt für unbeschädigte Waren ab CHF 60
  • Greift bei Waren, die vom Verkäufer nicht zurückgenommen werden

Für alle, die ihr Cashback maximieren möchten, stellt dies die beste Option dar. American Express geniesst mittlerweile eine hohe Akzeptanz in der Schweiz. Dennoch ist es ratsam, immer die Mastercard oder Visa als Backup dabei zu haben, falls die Amex einmal nicht akzeptiert wird.

Für den Einsatz im Ausland sind diese Karten allerdings nicht empfehlenswert. Die Fremdwährungsgebühr ist mit 2.5% sehr hoch, und für Bargeldbezüge fallen 4% (mindestens CHF 10) an. Swisscard hingegen ist für ihren sehr guten Kundenservice bekannt.

poinz Kreditkarten - bestes und sofortiges Cashback

Bestes & sofortiges Cashback
poinz Kreditkarten
Technisch identisch zu den Swisscard Cashback Cards, aber mit täglicher Cashback-Auszahlung und Zugang zum poinz-Ökosystem.
Jahresgebühr

CHF 0

Cashback

1% (Amex), 0.25% (Visa)

Fremdwährungs- gebühr

2.5%

Auslands-Bankomatgebühr

4%, mind. CHF 10

Besonderheiten

Keine Jahresgebühr, dauerhaft kostenlos

Tägliche Cashback-Auszahlung aufs poinz-Konto

3% Willkommens-Cashback in den ersten 3 Monaten (max. CHF 100)

Bonus-Cashback im poinz-Ökosystem (bis zu 7% bei Partnern)

Warenrückgabe-Versicherung bis CHF 1'000

Aktuell CHF 100 Coop-Gutschein als Willkommensgeschenk

Die poinz Kreditkarten sind technisch betrachtet ein White-Label-Produkt der Swisscard Cashback Cards. Beide werden von der Swisscard AECS GmbH ausgegeben, kommen als Duo aus American Express und Visa und bieten dieselben Cashback-Sätze (1% mit der Amex, 0.25% mit der Visa). Auch die Konditionen für Fremdwährung, Bargeldbezug und die Warenrückgabe-Versicherung sind identisch. Was die poinz-Karten von den Cashback Cards unterscheidet, sind drei wichtige Vorteile.

Tägliche statt jährliche Cashback-Auszahlung

Bei den Swisscard Cashback Cards wird das gesammelte Cashback nur einmal pro Jahr auf dein Kreditkartenkonto gutgeschrieben. Kündigst du die Karte vorher, verfällt der Anspruch auf das Cashback des laufenden Jahres. Bei poinz landet dein Cashback hingegen innerhalb von 24 Stunden auf deinem poinz-Konto. Ab einem Guthaben von CHF 100 kannst du es direkt auf dein Bankkonto auszahlen lassen oder im poinz Shop für digitale Gutscheine einsetzen.

Zugang zum poinz-Ökosystem

Mit den Karten bekommst du automatisch Zugriff auf den poinz Shop. Dort gibt es bei zahlreichen Partnern wie Apple, Decathlon, Kärcher oder Solis Zusatz-Cashback von bis zu 7%. Auch digitale Gutscheine für H&M, Spotify, Zalando und weitere Anbieter bringen extra Cashback. Wer das Ökosystem aktiv nutzt, kann seine effektive Cashback-Quote deutlich über die 1% der reinen Karteneinkäufe hinaus heben.

Aktuelles Willkommensangebot

Wer die poinz Kreditkarten über unseren Partner-Link* beantragt, erhält zusätzlich zum 3% Willkommens-Cashback einen CHF 100 Coop-Gutschein.

Konditionen im Überblick

  • Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte
  • 1% Cashback mit der Amex, 0.25% mit der Visa, weltweit
  • 3% Cashback in den ersten 3 Monaten mit der Amex (max. CHF 100)
  • Cashback wird täglich auf dein poinz-Konto gutgeschrieben
  • Fremdwährungsgebühr: 2.5% plus Wechselkursaufschlag von 1 bis 2%
  • Bargeldbezug: 4%, mindestens CHF 10
  • Warenrückgabe-Versicherung bis CHF 1’000 (ab CHF 60 Warenwert, mindestens 50% Kartenzahlung erforderlich)

Im Alltag musst du allerdings mit zwei Apps arbeiten. Die poinz-App verwaltet dein Cashback und das Ökosystem, während du in der Swisscard-App die Rechnung und den Saldo einsiehst.

Für den Auslandseinsatz gilt dasselbe wie für die Cashback Cards. Mit 2.5% Fremdwährungsgebühr plus Wechselkursaufschlag von Swisscard fressen die Kosten jegliches Cashback wieder auf. Verwende die poinz-Karten konsequent in CHF, sonst zahlst du drauf.

Mein Fazit: Wenn dir die Cashback Cards zusagen, sind die poinz-Karten in praktisch jeder Hinsicht die bessere Wahl. Du erhältst dieselbe Karte vom selben Herausgeber, kommst aber schneller an dein Cashback und kannst es vielseitiger einsetzen. Der einzige Mehraufwand ist die Notwendigkeit, zwei Apps parallel zu nutzen.

Coop Supercard Kreditkarte - für Superpunkte

Beste für Coop-Kunden
Coop Supercard Kreditkarte
Die beste Wahl für alle, die regelmässig bei Coop einkaufen und Superpunkte sammeln möchten.
Jahresgebühr

CHF 0

Cashback

1 Punkt/CHF (Coop), 1/3 sonst

Fremdwährungs- gebühr

1.5%

Auslands-Bankomatgebühr

3.75%, mind. CHF 5/10 (CH/Ausland)

Besonderheiten

Keine Jahresgebühr, inklusive Zusatzkarte

Superpunkte sammeln (1 Punkt/CHF Coop, 1/3 ausserhalb)

Superpunkte in Meilen umtauschbar

Kostenlose Reise- und Flugunfallversicherung

15% Rabatt auf Europcar-Mietwagen

Mit dieser Kreditkarte bietet Coop das Pendant zur Cumulus Kreditkarte der Migros. Die Konditionen sind:

  • Keine Jahresgebühr
  • 1 Superpunkt pro CHF 1 im Coop
  • 1 Superpunkt pro CHF 3 Umsatz ausserhalb Coop
  • Bargeldbezüge: 3.75% (mind. CHF 5 in der Schweiz, CHF 10 im Ausland)

Die Karte kommt mit folgenden Versicherungsleistungen:

  • Kostenlose Reise- und Flugunfallversicherung
  • Reiseberatung und Reiseunterstützung

Der Vorteil dieser Karte liegt darin, dass Superpunkte sehr vielseitig einsetzbar sind. Wie bei der Migros kann man mit einem Kurs von 100 Punkten zu CHF 1 im Coop bezahlen. Zusätzlich kann man seine Superpunkte aber auch etwa zu Meilen im Miles and More Vielfliegerprogramm der Swiss umtauschen.

Abgesehen davon, ist die Karte nicht speziell. Es gibt eine Gebühr von 1.5% für Einkäufe im Ausland. Die Karte wird von Topcard herausgegeben. Die App ist veraltet und kann nicht mit der Konkurrenz mithalten. Es ist eine grundlegende Reiseunfallversicherung vorhanden.

Ich kann die Kreditkarte nur an diejenigen empfehlen, die unbedingt Punkte bei Supercard sammeln möchten.

Cornèrcard Platinum Premiumkarte für Vielfreisende

Premium & Loungezugang
Cornèrcard Platinum
Die Platinum-Karte mit unbegrenztem Loungezugang, Concierge-Service und sehr umfassenden Versicherungen. Ideal für Vielreisende, die Premium-Leistungen schätzen.
Jahresgebühr

CHF 500 (CHF 250 im 1. Jahr)

Cashback

1.5%

Fremdwährungs- gebühr

1.2%

Auslands-Bankomatgebühr

4%, mind. CHF 10

Besonderheiten

Unlimitierter Priority Pass-Loungezugang

24/7 Concierge-Service

Umfassende Reiseversicherungen

Cashback von 1.5%

Die Cornèrcard Platinum positioniert sich klar als Premium-Karte. Die wichtigsten Vorteile:

  • Jahresgebühr CHF 500 (CHF 250 im ersten Jahr)
  • Unlimitierter Priority Pass-Loungezugang für Karteninhaber und eine Begleitperson
  • 24/7 Concierge-Service durch die Sincura Group
  • 1.5% Cashback auf jeden Umsatz
  • Hertz-Rabatt bis 15% und Zugang zur Cornèrcard Emotions Vorteilswelt
  • Mobile Payment (Apple, Google, Samsung Pay)
  • Bis zu 3 kostenlose Zusatzkarten

Die Karte kommt mit einem umfassenden Versicherungspaket:

  • Reiseannullierung bis CHF 60’000
  • Medizinische Notfälle bis CHF 1.5 Mio.
  • Gepäckversicherung bis CHF 15’000
  • Garantie-Verlängerung um 2 Jahre auf Elektronik (bis CHF 6’000)
  • Einkaufsschutz bis CHF 15’000 pro Jahr

Beim Bezahlen profitierst du von 1.5% Cashback auf jeden Umsatz, was die hohen Gebühren teilweise wettmacht.

Für Auslandseinsätze verlangt Cornèrcard moderate 1.2% Fremdwährungsgebühr. Bargeldbezüge kosten 4% (mind. CHF 10), dies gilt sowohl in der Schweiz als auch im Ausland (dort zuzüglich 1.2% Admin-Fee). Wer häufig Bargeld hebt oder sehr grosse Umsätze in Fremdwährung tätigt, fährt mit günstigeren Karten besser.

In Summe lohnt sich die Cornèrcard Platinum vor allem für Vielreisende, die regelmässig Lounges nutzen und den Concierge-Service schätzen. Wer dagegen primär auf kostenlose Karten mit Cashback setzt, findet bei Certo!, Cumulus oder Cashback Cards kostengünstigere Alternativen.

Mastercard ist nicht gleich Mastercard - der Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarte

Lange wurden in der Schweiz Debitkarten, auch gerne EC-Karten genannt, als Maestro- oder V-Pay-Karten herausgegeben. Damit konnte man in Geschäften bezahlen und Geld am Bankomaten abheben. Online-Zahlungen waren aber nie möglich. Im Ausland war die Akzeptanz auch nur bedingt gewährleistet.

Heute werden Debitkarten nur noch als Mastercard und Visa herausgegeben. Damit kann man sie problemlos im Internet und im Ausland nutzen. Auf den ersten Blick scheinen die heutigen Debitkarten also identisch zu Kreditkarten zu sein. Was ist nun der Unterschied? Debitkarten sind direkt mit deinem Bankkonto verknüpft. Wenn du für CHF 17 einen Burger kaufst, werden dir sofort CHF 17 vom Bankkonto abgebucht. Hast du nicht genug Geld auf dem Konto, schlägt die Transaktion fehl.

Kreditkarten hingegen stellen dir einen Kreditrahmen zur Verfügung. Dieser beträgt in der Regel ein paar tausend CHF. Angenommen, du erhältst deine neue Kreditkarte mit einer Kreditlimite von CHF 3000. Nun willst du damit den Burger für CHF 17 kaufen. Das Geld wird jetzt nicht direkt vom Bankkonto abgebucht. Stattdessen schuldest du dem Kreditkartenherausgeber jetzt CHF 17. Und dein verfügbarer Kreditrahmen sinkt von CHF 3000 auf CHF 2983.

Am Ende jedes Monats erhältst du dann eine Rechnung über den Betrag, den du durch den Monat hindurch auf deiner Kreditkarte ausgegeben hast. Es ist wichtig, verantwortungsbewusst mit Kreditkarten umzugehen. Gib immer nur so viel Geld aus, wie du auch auf deinem Konto hast. Ansonsten häufst du Schulden bei der Bank an, auf die hohe Zinsen zwischen 10% und 20% jährlich anfallen.

Warum jeder eine Kreditkarte braucht

Nun mag bei dir die Frage aufkommen, warum du eine Kreditkarte brauchst, wenn du mit deiner Debitkarte doch bereits im Internet und im Ausland bezahlen kannst. Du willst schliesslich verantwortungsbewusst sein und keine Schulden aufnehmen. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Geschichte. Kreditkarten bieten diverse weitere Vorteile, die dieses Risiko lohnenswert machen. Hier eine Auflistung der Gründe, warum du eine Kreditkarte benötigst:

Bonusprogramme

Praktisch alle Kreditkarten bieten Bonusprogramme an, die dich für deine Umsätze belohnen. In der Regel ist dieser Bonus zwischen 0,2% und 1% des Umsatzes wert. Also nicht sehr viel, aber wenn du pro Jahr CHF 20’000 ausgibst, sind das immerhin CHF 200, die du ersparst.

Sicherheit

Wie bereits erklärt, werden Umsätze von der Kreditkarte nicht direkt auf dein Bankkonto abgebucht. Angenommen, deine Karte gerät in falsche Hände, kann nicht direkt Geld von deinem Bankkonto gestohlen werden. Du hast dann bis zur nächsten Zahlung Zeit, diese Zahlungen beim Kartenherausgeber als betrügerisch zu melden, ohne dass dein eigenes Geld je bedroht wurde.

Mietwagen und Hotelreservationen

Bei Auslandsreisen kann es oft vorkommen, dass du bei Mietwagen und Hotelübernachtungen eine Kaution hinterlegen musst. Wenn du das mit deiner Debitkarte machst, wird das Geld direkt auf deinem Bankkonto gesperrt. Angenommen, du musst für ein Mietauto CHF 1000 Kaution hinterlegen, wird dir dieses Geld direkt vom Bankkonto abgebucht. Und teilweise kann es Wochen dauern, bis es wieder verfügbar gemacht wird. Wenn du nun aber eine Kreditkarte für die Kaution verwendest, wird deine Limite verwendet und du musst nie dein eigenes Geld dafür aufwenden. Gerade in den USA kann es zudem vorkommen, dass Debitkarten erst gar nicht akzeptiert werden beim Buchen eines Mietwagens. Somit bist du gezwungen, eine Kreditkarte zu verwenden.

Fazit

Der Schweizer Kreditkartenmarkt 2026 zeigt klar: Die besten Angebote kommen nicht mehr von traditionellen Banken, sondern von spezialisierten Finanzdienstleistern und Detailhändlern. Diese Entwicklung bringt mehrere wichtige Erkenntnisse:

Kostenlose Karten dominieren das Basissegment: Mit Ausnahme der Premium-Variante verlangen alle verglichenen Karten keine Jahresgebühr mehr. Dies ist eine deutliche Abkehr von den teuren Bankkartenpaketen der Vergangenheit und macht den Wechsel für kostenbewusste Verbraucher attraktiv.

Cashback Cards versus poinz: derselbe Herausgeber, unterschiedliche Erfahrung: Wer auf maximales Cashback setzt, sollte wissen, dass die Swisscard Cashback Cards und die poinz Kreditkarten technisch identisch sind. Beide werden von Swisscard ausgegeben und bieten dieselben Konditionen. Die poinz-Karten haben aber drei klare Vorteile: tägliche Cashback-Auszahlung statt jährlich, Zugang zum poinz-Ökosystem mit Bonus-Cashback bei Partnern und ein attraktives Willkommensangebot.

Versicherungen als versteckter Wert mit Einschränkungen: Die inkludierten Versicherungspakete bieten auf dem Papier erheblichen Mehrwert, der oft übersehen wird. Die Such- und Rettungskosten (bis zu CHF 60’000 bei der Cumulus-Karte) oder die umfassende Reiseversicherung der Cornèrcard können im Ernstfall teure separate Versicherungspolicen ersetzen. In der Praxis sind diese Leistungen aber an Bedingungen geknüpft. Versichert sind in der Regel nur Aktivitäten, die zu mindestens 50% (oder gar vollständig) mit der jeweiligen Kreditkarte bezahlt wurden. Wer den Mietwagen oder die Reise mit einer anderen Karte begleicht, geht im Schadenfall leer aus. Hinzu kommt: Die wenigsten Karteninhaber haben überhaupt im Kopf, welche Versicherungen ihre Karte bietet, und vergessen im Ernstfall, sie geltend zu machen. Nimm dir nach Erhalt deiner Karte einmal die Zeit, das Versicherungsverzeichnis durchzugehen, und behandle die Leistungen als Bonus, nicht als Ersatz für eine separate Reise- oder Annullierungsversicherung.

Der Wert von Premium-Angeboten: Die Cornèrcard Platinum kostet zwar CHF 500 jährlich. Das ist für die allermeisten Konsumenten zu teuer. Es kann aber für Vielreisende einen Mehrwert von über CHF 1’000 bieten. Loungezugang (ca. CHF 600/Jahr), Versicherungsschutz (CHF 300+), Cashback (CHF 300+ bei CHF 20’000 Jahresumsatz) und Concierge-Services machen die Rechnung für die richtige Zielgruppe positiv.

Die wichtigste Erkenntnis bleibt: Kreditkarten sind heute ein strategisches Finanzinstrument. Wer bei der Hausbank bleibt und mehrere hundert Franken jährlich für ein Kartenpaket bezahlt, verschenkt nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Zusatzleistungen. Die Zeit ist reif, das persönliche Zahlungsverhalten zu analysieren und die passende(n) Karte(n) auszuwählen, sei es für Alltagseinkäufe, Reisen oder besondere Ansprüche.


*Affiliate-Link: Wenn du dich über diesen Link für die poinz Kreditkarten anmeldest, erhalten wir eine Provision vom Anbieter. Für dich entstehen keine Mehrkosten.

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